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BÜFA Thermoplastic Composites GmbH & Co. KG

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Immer schneller, immer besser, immer leichter: Overmoulding als Geheimrezept?

Hybride Verfahren als Lösung zur Steigerung der Effizienz in der Automobilindustrie

Die Frage, wie man ein Kunststoffbauteil noch kosteneffizienter gestalten und ein höheres Leichtbaupotenzial rausholen kann, stellt sich vor allem die Automobilindustrie. In vielen Anwendungsbereichen bekannt, aber noch nicht weit verbreitet, ist das Verfahren des Overmouldings.
Übersetzt bedeutet Overmoulding „Überspritzen“ und impliziert damit einen Mehrkomponentenprozess in der Kunststoffbauteilherstellung. Dabei benutzt man ein technologisch ausgereiftes Verfahren, wie das Spritzgießen, und kombiniert es mit dem Thermoformen von faserverstärkten Laminaten.

Der Vorteil: Die Gesamtkosten lassen sich durch diese Verfahrenslösung optimieren. Durch das angespritzte Plastifikat ist keine Endkonturbearbeitung notwendig, was wiederum für kürzere Prozesszeiten sorgt und so einen wirtschaftlichen Vorteil schafft. Das Kunststoffteil wird außerdem widerstandsfähiger sowie wasserundurchlässiger. Im Hinblick auf die Beschaffenheit kann das Endbauteil unterschiedliche Texturen und eine gute Isoliereigenschaft besitzen.

Da der Leichtbau beziehungsweise die Gewichtsreduktion eine der größten Herausforderungen der Automobilindustrie ist, wird hiermit ein vielversprechender Prozess geboten. Applikationen, wie zum Beispiel die hintere Bodenstruktur, können mit dem Einsatz des Spritzgießens von langfaserverstärkten Thermoplasten (LFT) in Verbindung mit dem Thermoformen von unidirektionalen Tapes (UD-Tapes) oder faserverstärkten Laminaten, einen Material- sowie Prozessvorteil darstellen. Es entsteht eine optimale Designfreiheit mit hoher Steifigkeit und Festigkeit für strukturelle Anwendungen. Durch den gezielten Einsatz von LFT zur Verstärkung der Tapestruktur und zur Vermeidung von Beulen, kann man die Wandstärke und damit das Gesamtgewicht reduzieren.

Doch das Overmoulding-Verfahren kann auch anders eingesetzt werden. Je nach Wahl der Kunststoffe können die Endbauteile aus verschiedenen Farben, unterschiedlichen Kunststoffen und somit verschiedenen Härtegraden bestehen. Beispiele für diese Anwendungen sind bei vielen Verbraucherprodukten zu finden.

In der Automobilindustrie ist das Verfahren des Overmouldings noch weitestgehend unbekannt. Das liegt mitunter an dem geringen Bekanntheitsgrad von endlosfaserverstärkten Materialien, wie in diesem Fall langfaserverstärkte Thermoplaste sowie unidirektionale Tapes. Außerdem fehlt es den meisten Unternehmen an Expertise und fachlichem Know-How zur Prozessführung mit solchen Materialkombinationen.

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